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Security

Datenschutz ... nicht nur für PromisDatum: 25.10.2013
Seitdem Frau Merkel es nun offiziell hat, ist sie sehr besorgt und verärgert. Warum jetzt erst?

Seit Beginn der NSA-Affäre habendie Politiker der Bundesregierung alles versucht und getan, um diesen Vorfall als beendet zu erklären. Herr Pofalla und Co sagten sinngemäß "es ist zu ende, alles wurde geklärt". Wirklich alles? Oder anders gefragt: überhaupt irgendetwas?

Nein!

Weder wurde etwas geklärt noch wurde irgendetwas beendet. Denn die jüngsten Ereignisse veranlassten die Kanzlerin und ihr Gefolge dazu, sich doch ernsthaft damit zu beschäftigen. Interessant sind dabei ihre Aussagen von damals "wir warten erstmal ab" und ähnliche. Wenn unsere Bundesbürger ausspioniert werden, ist das ja dann nicht so schlimm. Datenschutz ist ja privatsache. Jeder muss selber sehen wie er sich im Internet, dem Neuland, verhält und schützt. Das Internet ist ja global und nicht nur national.
Nur gut, dass auf deutschem Boden kein Gesetz gebrochen wurde.

Betrachtet man die aktuellen Ereignisse, zeigt sich dann doch ein ganz anderes Bild. Ein Beweis dafür, dass das Internet global ist und man somit doch jeden überwachen kann, ist die Tatsache, dass Mobilfunkdaten abgegriffen werden. Diese Daten sind ja nicht auf deutschem Boden abgefangen worden. Zu blöd aber auch.

Auf Anfragen von diversen Nachrichtendiensten sagte Frau Merkel N-TV gegenüber: "Da geht es nicht vordergründig um mich."
Natürlich nicht. Wer käme denn auf so eine absurde Idee?

Aber traurig ist es dennoch. Mussten es unsere Politiker erst am eigenen Leib erfahren wie es ist, wenn man ausspioniert wird? Es heißt doch immer "uns sind die Anliegen der Bürger wichtig und wir nehmen sie ernst".
Warum dann erst 4 Monate später? Warum erst dann, wenn jemand prominentes betroffen ist? Wie, Frau Merkel, konnten Sie so naiv sein und glauben, dass sie nicht betroffen wären?

Der ehemalige Sprecher von WikiLeaks, Daniel Domscheit-Berg, hatte in einem Radio-Interview dem WDR2 Rede und Antwort gestanden. Sein Abschlusswort blieb mir in guter Erinnerung: "mich überrascht, dass es überhaupt jemanden überrascht".